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Kulturreise nach Ungarn und Wien 2019

Menjünk Magyarorszägra, Kulturreise nach Ungarn und Wien

vom 24.03.-29.03.2019

Am 24.03.19 in aller Früh stiegen wir in unseren vollbesetzten Reisebus von Egon und Christa Greis und unsere Kulturreise begann.

Die Reise führte uns über Linz, den Wienerwald und Györ in die Hauptstadt Ungarns, nach Budapest. Abends gut angekommen, bezogen wir unser Hotel und ließen uns dort mit einem Abendessen verwöhnen. Das ungarische Restaurant-Personal testete gleich mal, ob die Deutschen Reisegäste Humor besitzen und ließen sich allerlei Späße für uns einfallen. Der Abend klang an der Hotelbar gemütlich aus.

2.Tag, Montag, 25.03.19

Heute stieg unsere Reiseleiterin, Frau Esther zu uns in den Bus und die Stadtrundfahrt begann. Wir hatten Glück, Frau Esther sprach sehr gut Deutsch und konnte uns sehr schön und interessant über ihre Stadt und das Land berichten. Ungarn ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa mit knapp 10 Millionen Einwohnern.

Die Donau, die sich wie ein Faden durch die Stadt zieht, trennt das hügeligere Buda von dem eher flachen Stadtteil Pest (gesprochen: Pescht). Zur Zeit des ungarischen Königreiches war es sogar in 3 Städte aufgeteilt. In Budapest befinden sich 230 Kirchen, davon sind 2 Drittel römisch/katholisch.

Die Kathedrale der Stadt ist die Stephanskirche. Das Land stand 40 Jahre nach dem Krieg unter kommunistischer Staatsführung, was auch heute noch am Stadtbild sichtbar ist. Beliebter Spruch von Frau Esther: „Früher schön, heute weniger schön“.

Buda ist die Wasserstadt, hier befinden sich 120 Heilquellen. Wir besichtigten von außen die Matthiaskirche, die Krönungskirche von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sisi). Nachmittags besuchten wir die Markthalle, eine der wichtigen Sehenswürdigkeiten in Budapest.

Abends kehrten wir zu einem typisch ungarischen Abendessen mit ungarischer Folklore ein, hier durfte so mancher Reiseteilnehmer sein Können im Tanz und sonstigen Künsten zum Besten geben, was unsere Lachmuskeln sehr beanspruchte.

3.Tag, Dienstag 26.03.2019

In aller Früh stellte sich unser Busfahrer Egon als Testperson zur Verfügung und wollte die ungarischen Duschkabinen auf ihre Festigkeit prüfen. Leider waren sie nicht so stabil und wir hatten von nun an einen lädierten Busfahrer. Doch tapfer fuhr er munter weiter und unsere Reise konnte wie geplant fortgeführt werden.

Erster Programmpunkt war Schloss Gödöllö, das „ungarische Versailles“, welches das Lieblings-
schloss von Kaiserin Sisi war. Das östlich von Budapest liegende größte Barockschloss des Landes war das Krönungsgeschenk der Ungarn an Franz Joseph und Sisi. Wir bekamen eine fachkundige Führung und konnten so das Schloss besichtigen.

Weiter ging es zum zweithäufigst besuchten Wallfahrtsort Ungarns, nach Mariabesnyö. Der Legende nach wurde hier bei Bauarbeiten eine Marienstatue aus Knochen gefunden.

Zu unserer Überraschung fand hier extra für uns ein kleines Orgelkonzert statt. Der Organist spielte zu Beginn die Eurovisionshymne, was wohl bei den meisten eine Gänsehaut verursachte, die Botschaft war eindeutig: wir Europäer müssen zusammenhalten!

Unter anderem präsentierte uns der Musiker noch: Segne Du Maria und Großer Gott, wir loben Dich, welches er mit wunderbarer Tenorstimme in Deutsch anstimmte. Es war sehr beeindruckend und schön.

Anschließend fuhren wir zum Lázár-Reitpark, hier wurden wir mit Pogatschen und Barack Palinka empfangen. Die Kutschen standen schon bereit und wir unternahmen eine Kutschfahrt durch das weite Reitgelände. Es folgte eine Reitervorführung mit den prächtigen Lipizianer-Pferden und so manch ungewöhnlichen Reittieren. Danach ging es zum typisch ungarischen, absolut köstlichem Abendessen mit Zigeunermusik und Wein. Diesen vollgepackten Tag ließen wir fröhlich an der Hotelbar ausklingen, wo uns schon die Barchef´s erwarteten.

4.Tag, Mittwoch 27.03.2019

Ein letztes Frühstück in unserem schönen ungarischen Hotel, dann hieß es schon wieder Koffer einpacken und weiter ging die Reise durch die unendlichen Weiten der Puszta. Zu Mittag kehrten wir zu ungarischer Gulaschsuppe ein. Gleich wurden wir von Robert begrüßt, welcher uns abholte, um uns seinen landwirtschaftlichen Betrieb zu zeigen.

Robert´s Schwiegervater ist vor vielen Jahren von Augsburg nach Ungarn ausgewandert und hat sich dort einen landwirtschaftlichen Betrieb aufgebaut. Und so kam es, dass Robert in herrlichem augsburgerisch mit ungarischem Akzent einen tollen Vortrag hielt und unsere vielen Fragen ausführlich beantwortete. Er bewirtschaftet mit seiner Familie einen BIO-Mutterkuhbetrieb mit knapp 100 ha Fläche und 60 Mutterkühen. Gefüttert wird mit Heu, Luzerne und Stroh. Er berichtete von den Schwierigkeiten, landwirtschaftliche Ersatzteile zu bekommen, und dass es oft einfacher ist, nach Österreich zu fahren um dort einzukaufen. Ein besonders erheiternder Spruch von ihm war: „Dann schau mer jetzt no die Weiber an“ und führte uns zur Weide, wo die Mutterkühe grasten. Die Zeit drängte und wir mussten weiter, sonst hätten wir uns bestimmt noch lange mit dem humorvollen Ungarn unterhalten.

Die Reise ging weiter Richtung Wien, dort bezogen wir unser Hotel und ließen den Abend bei Schnitzel nach Wiener Art ausklingen.

5.Tag, Donnerstag 28.03.2019

Die Wiener Stadtführerin Elisabeth begleitete uns heute auf unserer Stadttour. Sie erzählte uns, dass Wien die Haupt- und Residenzstadt der österreichischen Kaiser mitsamt dem ganzen Hofstaat war, darum ist das gesamte Stadtbild so geprägt.

Wien ist die Hauptstadt von Österreich und zugleich Bundesland, die Hälfte der gesamten Fläche ist Grünfläche. In Wien leben 1,9 Mio. Menschen, ein Drittel der österreichischen Bevölkerung lebt in und um Wien. Der Wienerwald ist der Ausläufer der Alpen und liegt wie ein Hufeisen um die Stadt. Hier wird viel Forstwirtschaft und Weinbau betrieben.

Erster Anlaufpunkt war Schloß Schönbrunn, welches wir am nächsten Tag noch genauer besichtigen konnten. Weiter ging es zu Schloß Belvedere , dieses Schloß war hauptsächlich dazu da, um zu Repräsentieren und um Feste zu feiern. Das untere Belvedere war der Wohnsitz von Prinz Eugen, dem Hässlichen. Das Schloß besitzt einen 17ha großen Park. Weiter ging es vorbei an der Karlskirche, am Musikvereinsgebäude, von wo aus das berühmte Neujahrskonzert übertragen wird, der Kärntner Straße, der bekannten Einkaufsstraße vom Karlsplatz bis zum Stephansdom. Wir sahen die Wiener Staatsoper, in der der Wiener Opernball abgehalten wird, das Burgtheater, das Rathaus, den Prater und das Riesenrad. Als Kontrast zu all diesen prachtvollen Bauten zeigte uns Elisabeth das Hundertwasserhaus, ein Ökohaus, welches aus lauter gebrauchten Baumaterialien erbaut wurde.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, die meisten nutzten die Zeit, um ausgiebig den Stephansdom von außen, innen und oben zu besichtigen. Abends gingen wir gemeinsam zum Heurigen mit original kalt/warmer Platte.

6.Tag, Freitag 29.03.2019

Schon ist der letzte Tag unserer Kulturreise angebrochen. Nach dem Frühstück fuhren wir los zu Schloß Schönbrunn, die Nr. 1 der Sehenswürdigkeiten in Wien. Hier konnte entweder das Schloß oder die Parkanlagen mit dem Gloriette besichtigt werden. Der Schlosspark und das Gloriette zählen zum Welterbe der UNESCO. Von ganz oben hat man einen wunderbaren Blick über Wien.

Alles Schöne hat ein Ende und so begaben wir uns wieder zum Bus und traten die Heimreise an. Nach mehreren Kaffeepausen kehrten wir mit sehr vielen tollen Eindrücken wieder wohlbehalten in unser schönes Allgäu zurück.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen dieser schönen Reise beigetragen haben.

Macht es gut, bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt: Auf zur Kulturreise des VLF-Immenstadt

Karolin Herz

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